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So wichtig ist Bewegung für unsere Gesundheit

Bewegung hat viele Vorteile: Sie beugt Krankheiten vor, hat positive Auswirkungen auf die mentale Gesundheit und verhilft zu einem besseren und längeren Leben. Erfahre in diesem Artikel alles zum Thema!

01.11.235min Lesezeit
    Junge Frau macht lachend Jumping Jacks.

    Der menschliche Körper ist von Natur aus für Bewegung gemacht. In einer Zeit, in der die Digitalisierung unseren Alltag beherrscht, wird Bewegung jedoch oft vernachlässigt. Unser moderner Lebensstil ist geprägt von langen Arbeitszeiten im Büro, stundenlanger Bildschirmzeit und einem generellen Mangel an körperlicher Aktivität. Diese Umstände haben alarmierende Folgen: Bewegungsmangel ist weltweit zu einem ernsthaften Gesundheitsproblem geworden.

    Laut Gesundheitsförderung Schweiz verursacht der Bewegungsmangel in der Schweiz jährlich mindestens 2900 vorzeitige Todesfälle, 2,1 Millionen Erkrankungen und direkte Behandlungskosten von 2,4 Milliarden Franken. Was wäre, wenn wir all dies verhindern könnten?

    Das Thema Bewegung liegt uns bei Akina sehr am Herzen. In diesem Artikel möchten wir aufzeigen, was die Vorteile von regelmässiger Bewegung sind und wie viel Zeit du im Alltag dafür aufwenden solltest.

    Was ist Bewegung?

    Die World Health Organisation WHO definiert Bewegung als jede körperliche Aktivität, die durch Skelettmuskeln erzeugt wird und Energieaufwand erfordert. Das bedeutet, dass praktisch alles, was man im Alltag macht, als Bewegung zählt: zur Fortbewegung, als Teil der Arbeit sowie in der Freizeit. Man muss also nicht unbedingt Leistungssport oder Breitensport ausüben, um als körperlich aktiv eingestuft zu werden. Regelmässige, gesundheitswirksame Bewegung hilft nachweislich bei der Vorbeugung und Behandlung von Herzkrankheiten, Schlaganfall, Diabetes und verschiedenen Krebsarten. Ausserdem stärkt sie das Immunsystem, den Stoffwechsel, die Hormone und das Nervensystem und trägt sie massgeblich dazu bei, Bluthochdruck vorzubeugen, ein gesundes Körpergewicht zu halten. Bewegung ist nicht nur für die körperliche Gesundheit essentiell, sie kann auch die psychische Gesundheit, die geistige Leistungsfähigkeit, die Lebensqualität und das allgemeine Wohlbefinden verbessern.

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    Was ist gesundheitswirksame Bewegung?
    Bei gesundheitswirksamer Bewegung (Englisch: health-enhancing physical activity, HEPA) handelt es sich um jede Form von körperlicher Aktivität, die die Gesundheit verbessert und dabei möglichst wenig unerwünschte Nebeneffekte oder Verletzungsrisiken hat. Wichtige Faktoren sind hierbei eine angemessene Intensität, Dauer und Häufigkeit.

    Was genau passiert mit dem Körper, wenn man sich bewegt?

    Bei jeder Bewegung ziehen sich unsere Muskeln zusammen und entspannen sich wieder. Sie sind für den Antrieb des Körpers verantwortlich. Bei körperlicher Aktivität werden unsere Muskeln besser durchblutet und dadurch mit Nährstoffen versorgt, wodurch auch Bänder und Sehnen gestärkt werden. Funktionstüchtige Muskeln, Bänder und Sehnen schützten wiederum die Gelenke.

    Durch Bewegung von hoher Intensität wird nicht nur die Muskulatur des Bewegungsapparates gestärkt, sondern auch die Herzmuskulatur. Das Herz vergrössert sich dadurch und die Durchblutung des Körpers wird angekurbelt. Langfristig sinkt der Ruhepuls durch regelmässige Ausdauerbelastung. Doch damit nicht genug: Sport wirkt sich auch positiv auf die Atemmuskulatur aus. Dadurch kann man tiefer atmen und so die Möglichkeiten der eigenen Lunge besser nutzen - Man gerät weniger schnell aus der Puste und ist belastungsfähiger.

    Frau geht zügig und lacht in die Kamera.
    Man muss keinen Leistungssport betreiben, um in Bewegung zu bleiben.

    Vorteile von regelmässiger Bewegung

    • Schutz vor Krankheiten
      Durch Sport wird die Zahl körpereigener Antikörper erhöht, was das Immunsystem nachhaltig verbessert. Ausserdem mindert Sport die Anfälligkeit für Osteoporose, Schlaganfälle, Übergewicht, Diabetes und Krebserkrankungen. Auch Herzproblemen wird wirksam vorgebeugt: Schon wenige Minuten täglich reichen aus, um das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung bis zu 20 Prozent zu senken, berichtet das Deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung.
    • Positive Auswirkungen auf die mentale Gesundheit
      Regelmässige Bewegung hilft durch die Ausschüttung von Endorphinen, kurz- und langfristig die Stimmung zu verbessern und Stresshormone abzubauen. Durch Bewegung wird das Gehirn besser durchblutet, was die Gehirnzellen nicht nur mit mehr Sauerstoff, sondern auch anderen biochemischen Substanzen versorgt. Dies kann zu mehr Denkvermögen und Kreativität im Alltag führen. Eine Studie der Universität Zürich belegt ausserdem, dass regelmässiges Training psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen vorbeugen kann.
    • Besser und länger Leben
      Aktive Menschen haben eine bessere Lebensqualität und leben grundsätzlich länger als Menschen, die sich nicht regelmässig bewegen. Im hohen Alter sind sie im Vergleich mobiler, weniger pflegebedürftig und auch geistig fitter - die Wahrscheinlichkeit, an Demenz oder Alzheimer zu erkranken, wird durch Bewegung gemindert. Ein weiterer Grund, warum aktive Menschen länger leben, ist ihr ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein: Wer sich der Wichtigkeit von Bewegung bewusst ist, überträgt diesen gesundheitsbewussten Lebensstil oft auf alle Bereiche des Lebens. Aktive Menschen konsumieren in der Regel weniger Alkohol und Tabakwaren, ernähren sich gesünder und sind weniger übergewichtig.

    Bewegungsempfehlungen nach Altersgruppen

    Wie viele Stunden Bewegung benötigen wir pro Woche? Das Schweizerische Bundesamt für Sport BASPO hat zusammen mit hepa.ch folgende Bewegungsempfehlungen zusammengestellt:

    Kinder und Jugendliche

    Die Weichen für ein gesundes Leben werden bereits in jungen Jahren gestellt, weswegen eine angemessene Bewegungsförderung in dieser Zeit besonders wichtig ist. Kinder und Jugendliche sollten mindestens 60 Minuten pro Tag körperlich aktiv sein. Diese Aktivitäten sollten mittlerer Intensität sein, was beispielsweise Spielen im Freien, Fahrradfahren oder sportliche Aktivitäten in der Schule einschliesst. In dieser Lebensphase geht es nicht nur um körperliche Gesundheit, sondern auch darum, Spass an Bewegung zu haben und soziale Fähigkeiten und Teamarbeit zu fördern.

    Junge Erwachsene und Erwachsene

    Für Erwachsene im Alter von 18 bis 64 Jahren werden wöchentliche Bewegungsziele von mindestens 150 Minuten mittlerer Intensität oder 75 Minuten hoher Intensität empfohlen. Das kann durch Aktivitäten wie Laufen, Schwimmen, Fitnessstudio-Workouts oder Bewegungsangeboten in Form von Kursen oder Mannschaftssportarten erreicht werden. Diese Zeitspanne kann auf verschiedene Tage aufgeteilt werden, um die Integration in den Alltag zu erleichtern. Zudem wird empfohlen, Muskelkräftigungsübungen für alle grossen Muskelgruppen an zwei oder mehr Tagen pro Woche zu praktizieren.

    Ältere Erwachsene

    Im Alter wird Bewegung noch wichtiger, da sie dazu beiträgt, die Mobilität und Unabhängigkeit bis ins hohe Alter zu erhalten. Ältere Menschen über 65 Jahre sollten ähnlich wie junge Erwachsene 150 Minuten Bewegung moderater Intensität pro Woche anstreben. Aktivitäten wie Nordic Walking, Wassergymnastik oder sanfte Yogaübungen sind sehr gut geeignet. Zudem sollten sie Muskelkräftigungsübungen in den Alltag einbauen, um die Stabilität und das Gleichgewicht zu verbessern.


    Akina als Guide für gesundheitswirksame Bewegung

    Dass Bewegung einen grossen gesundheitlichen Nutzen zur Prävention von Krankheiten bringt, ist klar. Doch wie sieht es mit Sport nach bereits erfolgter Verletzung oder Krankheit aus?

    Es kann schwierig sein, nach einer Verletzung oder Krankheit wieder auf Kurs zu kommen. Wie viel Bewegung braucht man zur Rehabilitation? Welche Übungen eignen sich, welche sind ein zusätzliches Verletzungsrisiko?

    An dieser Stelle kommt Akina ins Spiel: Unsere Software Akina Cloud leitet dich über unsere interaktive, audiovisuelle Plattform beim therapeutischen Training zu Hause an. Durch sofortiges KI-Feedback weisst du, ob du die Übung richtig ausführst und worauf du dich beim Training besonders achten musst. Physiotherapeutinnen und -therapeuten haben die Möglichkeit, deine Fortschritte oder Defizite zu beurteilen und deinen Trainingsplan entsprechend anzupassen. Dies erlaubt Patienten und Therapeuten, im Dialog zu bleiben und die Physiotherapie - und somit der Weg zur Besserung - effizienter zu gestalten.

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    Übrigens: Die Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU schildert in diversen Ratgebern, wie man in verschiedenen Sportarten Unfällen und Verletzungen vorbeugen kann.
    01.11.235min Lesezeit

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